Varroa-Milbe oder elektromagnetische Felder?

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Neue Forschungen zum Bienensterben
Brief an Imker und Imkerverbände


Sehr geehrte Vorstände von Imkerverbänden,

verehrte Imkerinnen und Imker!

Das Bienensterben beschäftigt seit langem Imker, Medien, aber auch besorgte Wissenschaftler, die sich in unserer Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie zusammengeschlossen haben (www.kompetenzinitiative.de).

In Zeitungen und Zeitschriften wird das beunruhigende Phänomen gegenwärtig überwiegend auf die Varroa-Milbe zurückgeführt. Dass es solche Zusammenhänge gibt, bleibe unbestritten. Doch liegen plausible Erkenntnisse vor, die auch den Milben-Befall als Ergebnis einer Vorschädigung des Immunsystems der Bienen durch elektromagnetische Felder erscheinen lassen.

Dr. rer. nat. Ulrich Warnke, ein Biowissenschaftler der Universität des Saarlandes, kann dies in seiner jüngsten Schrift Bienen, Vögel und Menschen. Die Zerstörung der Natur durch ‚Elektrosmog’ auf gut gesicherter Basis zeigen. Seine Erkenntnisse verdanken sich einer jahrzehntelangen eigenen Forschung, einer souveränen Überschau der internationalen Forschungslage, vor allem aber der Erkenntnis nachprüfbarer Wirkungsmechanismen, die eine Desorientierung und Schädigung der Bienen zur Folge haben.

Mancher von Ihnen ist vermutlich bereits auf die Schrift hingewiesen worden. Sie können Näheres dem angehängten Prospekt entnehmen oder unter dem Link www.broschuerenreihe.de finden. Hier geht es uns darum, mit einigen Zitaten aus der Schrift zur aktuellen Diskussion um die Schädigung durch Varroa-Milben Stellung zu nehmen. Von zentraler Bedeutung für die in Frage stehenden Zusammenhänge ist vor allem das 3. Kapitel: „Wirkungsmechanismen der Desorientierung und Schädigung“ (S. 13-33).

Der erste Befund, den es zu erklären gilt, wird von Ulrich Warnke so formuliert:

Auch andere Ursachen werden diskutiert, die das Verschwinden der Bienen erklären sollen: Monokulturen, Pestizide, die Varroa-Milbe, Wander-Imkerei, gebeiztes Saatgut, zu strenge Winter, genveränderte Pflanzen. Dass auch damit manche Probleme benannt werden, bleibe unbestritten. Doch das seit zwei bis drei Jahren ziemlich plötzlich und länderübergreifend auftretende Bienensterben kann durch keine der genannten Ursachen überzeugend erklärt werden. Würden die Bienen einfach übermäßig geschwächt und krank, müssten sie auch im Stock verenden oder auch davor. Doch bei dem Phänomen, das es zu erforschen gilt, sind keine kranken Tiere zu finden. (S. 13)

Eindrucksvoll sind dann u. a. Beobachtungen, die im Umfeld der besonders stark strahlenden Antennen-Anlagen des HAARP-Projekts gewonnen worden sind:

[…] HAARP ist die Abkürzung für ein militärisches Projekt (High-frequency Active Auroral Research Project), das von der U.S. Air Force und der U.S. Navy genutzt wird. Nahe der Stadt Gakona in Alaska stehen in einem unbewohnten Areal 180 Türme, die zusammen einen Antennenkomplex bilden. Die Frequenz liegt bei 2,5 – 10 MHz, die Leistung extrem hoch bei 3 Millionen Watt (‚high-power, high frequency phased array radio transmitter’). Einen stärkeren technischen Sender gibt es nicht auf dieser Erde. […]

Den Auswirkungen der HAARP-Sendertätigkeit sollte vor allem in Kanada, den USA und in Europa weiter nachgegangen werden. Denn da genau in diesen Ländern erstmalig auch das Verschwinden der Bienen (CCD) beobachtet wurde, ist ein kausaler Zusammenhang nicht mehr auszuschließen. Dafür spricht auch die folgende zeitliche Koinzidenz: 2006 wurde die Erhöhung der Sendeleistung von ehemals 960000 Watt auf das 4-fache (3 600 000 Watt) freigegeben, genau in diesem Jahr aber auch aus allen ‚überstrichenen’ Sendegebieten das gestörte Heimfindevermögen der Bienen berichtet. […]

Dennis van Engelsdorp vom Forschungsinstitut American Association of Professional Apiculturists (Universität von Pennsylvania), beauftragt, den Bienenschwund zu untersuchen, berichtet: „Wir haben noch nie so viele verschiedene Viren auf einmal gesehen. Außerdem haben wir Pilze, Flagellaten und anderen Mikroorganismen gefunden. Diese Vielfalt an Pathogenen ist verwirrend.“ Auffallend ist außerdem, dass die Ausscheidungsorgane der Bienen angegriffen sind. Dennis van Engelsdorp vermutet, dass den mysteriösen Phänomenen eine Immunschwäche zugrunde liegt (VAN ENGELSDORP 2007). Doch er fragt zurecht: „Sind diese Erreger der ursächliche Stressfaktor oder die Folgeerscheinung einer ganz anderen Belastung?"

„Äußerst alarmierend“ sei, so Diana Cox-Foster, Mitglied der CCD Working Group, dass das Sterben mit Symptomen einhergehe, „die so bisher noch nie beschrieben wurden“. Das Immunsystem der Tiere scheine zusammengebrochen zu sein, manche Bienen an fünf bis sechs Infektionen gleichzeitig zu leiden. Doch tote Bienen sind nirgendwo zu finden (Spiegel 12/2007). (S. 28 f.)

Die auf breiter empirischer Grundlage beobachteten Störungen und Schädigungen werden von Warnke zum einen mit der physiologischen Ausstattung der Bienen und ihrer Orientierung am magnetischen und elektromagnetischen Erdfeld, zum anderen mit Entgleisungen des NO-Systems und des damit verbundenen Haushalts freier Radikale in Zusammenhang gebracht:

Bienen und andere Insekten, ebenso Vögel, nutzen das magnetische Erdfeld und elektromagnetische Hochfrequenzenergie wie das Licht. Mit Hilfe der freien Radikale sowie gleichzeitig reagierender Magnetit-Konglomerate bewerkstelligen sie Orientierung und Navigation. Technisch erzeugte elektromagnetische Schwingungen im MHz-Bereich und magnetische Impulse im Niederfrequenzbereich stören die von der Evolution erfundenen natürlichen Mechanismen der Orientierung und Navigation nachhaltig. (S. 32)

„Gestörtes NO-System schädigt Lernfähigkeit, Geruchsorientierung und Immunsystem“, lautet der Untertitel von Kapitel 3.10, das einen zentralen Wirkmechanismus beschreibt, der später analog auch für den Menschen nachgewiesen wird:

Wird das NO-System bei Bienen durch den Einfluss der technischen Magnetfelder gestört, wie beim Menschen bekannt wurde, so können sie sich nicht mehr nach Geruchsmomenten orientieren, und auch das lebensnotwendige Lernprogramm funktioniert nicht mehr. Da NO jedoch auch das Immunsystem maßgeblich steuert, betrifft der gestörte NO-Haushalt immer auch die Immunabwehr des Organismus. (S. 29)

Das 5. Kapitel der Schrift fasst die vermittelten Erkenntnisse für Bienen, zahlreiche Vogelarten und den Menschen wie folgt zusammen:

„Seit Jahrzehnten sind Forschungsergebnisse frei zugänglich, die zeigen, dass die natürlichen Elektro- und Magnetfelder und ihre Schwankungen lebenswichtige Bedingungen der Orientierung und Navigation für eine ganze Reihe von Tieren sind. Ebenfalls seit vielen Jahrzehnten ist in der Wissenschaft auch bekannt, dass wir Menschen mit zahlreichen vitalen Funktionen von diesen natürlichen Gegebenheiten abhängen.

Heute jedoch wird dieses natürliche Informations- und Funktionssystem der Menschen, Tiere und Pflanzen von einer noch nie da gewesenen Dichte und Intensität künstlicher magnetischer, elektrischer und elektromagnetischer Felder zahlreicher Techniken des Mobil- und Kommunikationsfunks überlagert. Die von den Kritikern dieser Entwicklung seit vielen Jahrzehnten immer wieder vorhergesagten Folgen sind inzwischen nicht mehr zu übersehen. Bienen und andere Insekten verschwinden, Vögel meiden bestimmte Plätze und sind an anderen Orten desorientiert. Der Mensch leidet an Funktionsstörungen und Krankheiten; und soweit sie vererbbar sind, gibt er sie als Vorschädigungen an die nächsten Generationen weiter.“ (S. 40)

Seit dem Erscheinen im Dezember 2007 hat die Schrift eine weltweite Aufmerksamkeit gefunden. Die renommierte BioInitiative Working Group wünscht sich eine Übersetzung ins Englische, „da es im englischsprachigen Raum sehr wenige allgemeinverständliche Veröffentlichungen gibt, die mit so einem holisitischen und wissenschaftlich fundierten Ansatz das gesamte elektromagnetische Spektrum zwischen Himmel und Erde erklären“ (so Cindy Sage und Katharina Gustavs am 13.12.07). Die ‚Royal Society’ in London hat den Verfasser zum Vortrag eingeladen.

Unsere Initiative unabhängiger Wissenschaftler, Ärzte und Techniker hat die Schrift als erstes Heft der neuen Reihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks herausgegeben (www.broschuerenreihe.de). Wir werben mit diesen Zeilen für die vermittelten Erkenntnisse, weil wir uns für die Gesundheit von Mensch und Umwelt engagieren – frei von jeglichem Profitinteresse.

Wir bitten darum, diese Stellungnahme auch anderen zugänglich zu machen - geg. auch über Newsletters, Homepages und im Zusammenhang eigener Artikel. Falls Sie sich auch für die Schrift interessieren (5,- EUR), empfehlen wir mit dem angehängten Prospekt die telefonische, Fax- oder Mail-Bestellung über die Bürgerwelle e. V., in der Schweiz über Diagnose-Funk – über beide Bezugsquellen ab 10 Exemplaren auch mit Mengenrabatt.

Mit freundlichen Grüßen, auch im Namen der drei anderen Herausgeber der Reihe,

Prof. Dr. K. Hecht - Dr. med. M. Kern - Dr. med. H.-Chr. Scheiner,

Karl Richter

(Prof. Dr. Karl Richter, Wissenschaftliche Redaktion)


Prospekt zur Bienenbroschüre

Broschürenreihe der Kompetenzinitiative: 1.Heft, Dr. Ulrich Warnke >>> [30 KB]
Informationen zur Schriftenreihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks der Kompetenzinitiative zum Schutz von
Mensch, Umwelt und Demokratie unter www.broschuerenreihe.de
BIENEN, VÖGEL UND MENSCHEN
Die Zerstörung der Natur durch ´Elektrosmog

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