Auswirkungen auf die Gesundheit
Pressekonferenz 30.04.07 Kempten
von Dr. med. Markus Kern
Trotz eines immer mehr teueren Gesundheitssystems wird die Bevölkerung immer kränker. Negative gesundheitliche Auswirkungen der schnurlosen Technik erfahren immer mehr Menschen, nicht nur Patienten, sondern auch Arztkollegen innerhalb der eigenen Familien. So lösten sich die massiven Schlafstörungen meiner damals fünfjährigen Tochter erst durch das Entfernen einer teuren schnurlosen Telefonanlage (DECT) auf. Ich konnte es damals kaum fassen, dass ich mir eine Technik ins Haus geholt hatte, die meine Tochter, wie auch meine Frau, in ihrem Wohlbefinden und Gesundheit über Jahre massiv beeinträchtigt und geschädigt hat.
Vielleicht können Sie sich vorstellen, was es bedeutet, über Jahre massive Schlafstörungen zu haben. Wenn ein Kind von 10 Nächten sieben Nächte nicht durchschläft und oft mit Albträumen schreiend und weinend aufwacht, tagsüber überaktiv und aufgedreht ist und häufige Infekte hat. Meine Frau war häufig extrem erschöpft von diesen Anstrengungen und hatte verstärkt rheumatische Beschwerden. Dann verstehen Sie vielleicht, wie fassungslos ich damals als Arzt war… und auch als Technik-Fan.
Daraufhin begann ich, in meinen Sprechstunden die Möglichkeit von Funkbelastungen als Auslöser für Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Ängste und depressive Verstimmungen, sowie verzögerte Heilverläufe, in Erwägung zu ziehen. Ein kausaler Zusammenhang konnte immer durch Meiden der Strahlungsquelle festgestellt werden. Immer mehr Patienten weisen einen Zusammenhang ihrer Beschwerden mit Funkbelastungen auf. Sei es durch schnurlose Technik in der eigenen Wohnung, des Nachbarn oder bei der Arbeit oder durch einen nahe gelegenen Funk-Masten.
Viele Ärzte, wie auch ich, haben jahrelang dieses Phänomen übersehen und überhaupt nicht in Betracht gezogen bzw. falsch eingeschätzt und damit Fehldiagnosen gestellt! Zu sehr vertrauten wir den offiziell vertretenen Verlautbarungen, dass Mikrowellenbestrahlung der neuen Technik vollständig harmlos sei. Weder in den angebotenen Fortbildungen des örtl. Ärztl. Kreisverbandes, noch dem Deutschen Ärzteblatt waren ernsthafte Hinweise auf Gesundheitsgefahren zu entnehmen.
Erst die Sichtung der Literatur und wissenschaftlicher Arbeiten brachte Erstaunliches zu Tage. Bereits vor über 70 Jahren (Prof. Schliephake in der deutschen medizinischen Wochenzeitschrift 1932) ist das Krankheitsbild des Mikrowellensyndroms ausführlich beschrieben worden. Vor der Einführung der kommerziellen Nutzung dieser Technik wurden entsprechende Phänomene in universitären Lehrbüchern, aber auch in offiziellen Schriftstücken der Strahlenschutzkommission (1992), beschrieben.
Wer von ihnen weiß, dass durch einfache Handy-Strahlung im Tierversuch Mäuse verstärkt Krebs entwickelten (Repacholi 1997). Wer von Ihnen ist darüber aufgeklärt worden, dass Handy-Strahlung die Blut-Hirnschranke öffnet (Salford forschte über 10 Jahre an diesem Phänomen)? Wurden Sie vor Ihrem Handykauf aufgeklärt darüber, dass eine niederländische Regierungsstudie signifikant verstärkte Beschwerden belegt nach kurzer Einwirkungszeit von UMTS und dies in einem seriösen Doppelblind-Studiendesign (TNO).
Ich musste entdecken, dass viele Kollegen bereits einen Zusammenhang zwischen Funkbelastungen und Erkrankungen ihrer Patienten gefunden haben. In dem eindrucksvollen „Freiburger Appell“, der von über 1200 Ärzten unterzeichnet worden ist, werden die Beobachtungen aus der ärztlichen Praxis detailliert beschrieben. Ich musste feststellen, dass die so genannten Grenzwerte nicht durch Langzeituntersuchungen an Menschen gewonnen wurden, sondern durch eine sechsminütige Bestrahlung einer Leiche. Also von Vorsorgewerten kann keine Rede sein. Schnurlose Technik ist weltweit eingeführt worden unter vollständiger Missachtung der vorliegenden Hinweise. Selbst die Telekom (T-Mobil) hat eigene Untersuchungen gemacht, deren kritischen Inhalt und Ergebnis sie anschließend in ihren Schubladen verschwinden lassen wollten. ECOLOG (2000). Die Versicherungen schätzen das gesundheitliche Risiko als „unkalkulierbar“ ein und verweigern den Betreibern entsprechende Haftpflicht.
Mittlerweile haben sich auch hier vor Ort im Allgäu Ärzte in der Allgäuer Ärzteinitiative zusammengefunden. Im vergangenen Jahr führten wir eine erfolgreiche Veranstaltung im großen Kornhaussaal durch. Die Nachfrage war so überwältigend, dass knapp 200 Personen, darunter viele Kollegen, vor der Tür wegen Überfüllung abgewiesen werden mussten.
Im vergangenen Jahr begannen Ärzte in der Region sich noch weiter zusammenzuschließen, was in einem „Mobilfunk-Ärzteappell Allgäu-Bodensee-Oberschwaben“ seinen ersten Ausdruck gefunden hat. Dieser Ärzteappell wird von ärztlichen Kollegen sehr gut angenommen. Mittlerweile haben über 250 Ärzte aus der Region unterzeichnet. Als Gegenstück zu dem privaten, in München eingetragenen, Verein von Prof. Bernhard, finden sich internationale Ärzte zusammen, die als Ärzte den Falschinformationen in der Öffentlichkeit entgegentreten. Ihre Bezeichnung „Internationale Ärztekommission für den Schutz vor Strahlen“ auf englisch „International Physicians Protection Board (IPPB)“
Dr. med. Markus Kern