Ärzteschulungen / Prof. Lerchl / Nachbemerkung

Nachbemerkung
zum 2. Offenen Brief an Prof. Dr. A. Lerchl:

In einem Mail-Austausch, der sich diesem 2. Offenen Brief vom 14. Mai 2007 anschloss, hat Prof. Lerchl betont, die Antithese „Reale Gefahr vs. irreale Diskussion“ charakterisiere nur die „derzeitige Auseinandersetzung“. Seine Forschungen seien „industriefrei“, der Hinweis auf Parallelen zwischen dem seinerzeitigen Projekt Rauchen und Gesundheit und dem (von Mobilfunkbetreibern selbst so genannten) heutigen Projekt Mobilfunk und Gesundheit insofern „unpassend“. Auch der kritisierte Workshop werde aus Beiträgen der Teilnehmer finanziert – was aus unserer Sicht freilich nur anders fragen lässt, wozu man das IZMF dann in der Universität braucht. Wir machen unseren 2. Offenen Brief hier zusammen mit diesen Entgegnungen zugänglich, ohne diese ansonsten zu kommentieren.

Der Unterzeichner hat Herrn Lerchl noch einmal versichert, dass uns Diffamierungen fern liegen. Problematisch scheint uns angesichts einer kontroversen Forschungslage vielmehr ganz allgemein, dass sich die Interessenvertretung der Mobilfunkindustrie (IZMF) mit der Finanzierung von Ärzteschulungen in verbraucherschutzsensible Bereiche einmischt, problematisch auch daran mitzuwirken. Es ist das demokratische Anliegen der Kompetenzinitiative, diese überpersönliche Frage zu einem Gegenstand des öffentlichen und berufsethischen Nachdenkens zu machen.


18. Mai 2007 i.. A. Prof. Dr. Karl Richter

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